Konzertkritiken

...Eine seltene Begegnung mit der Musik der Brüder Joseph und Michael Haydn war das Konzert des Ensembles Piccolo Concerto-Wien, die auf historischen Instrumenten musizierend dem Publikum selten gespielte Musik boten. Ein äußerst musikantisch agierendes Ensemble, das im Empiresaal im Schloss Esterhazy sein Publikum zu begeistern wusste.
(Haydntage Eisenstadt, 1999)

...Das Piccolo Concerto-Wien spielte lebhaft, präzise und virtuos, mit großem persönlichen Einsatz und schönem Gesamtklang, was bei der schwierigen Akustik des Saales im Schloss Feistritz nicht einfach zu bewerkstelligen war. Einen besonderen Genuss bereitete die Phrasierungskunst Alfredo Bernardinis an der Oboe und zum Schluss am Englischhorn. Kristin von der Goltz brachte eine kraftvolle Spielweise auf dem Violoncello und dem Violoncello piccolo ein. Besonders dieses fünfsaitige Streichinstrument erfreute das Ohr mit selten gehörten Klangfarben.
(Wiener Journal, Franz Szabo, 22.9.1999)

...Das Ensemble Piccolo Concerto-Wien eröffnete die diesjährige Reihe Alter Musik im Linzer Schloss. Die jungen Mitglieder gestalteten mit Werken von Florian Leopold Gassmann, Joseph und Michael Haydn sowie Johann Georg Albrechtsberger einen gelungenen Kammermusikabend. Die dunkelfarbige Wendigkeit in den klangreichen Abwechslungsfolgen der 12 Cassationes, von Joseph Haydn für 2 Barytone geschrieben, wurde für zwei Violen und Bass eingerichtet und ergaben eine samten-geschmeidige Farbigkeit. Den virtuosen Führungsanspruch der klappenlosen Oboe gestaltete der Oboist (Andrea Mion) mit nuancenreicher Dynamik in den Divertimenti von Michael Haydn und Gassmann. Das fünfsaitige Violone (Roberto Sensi) setzte ein sanftes Fundament.
(NV, 21.10.1999)

...Das mit hohen solistischen Qualitäten und Stilgefühl für alte Musik ausgestattete Ensemble Piccolo Concerto-Wien präsentierte mit 15 bedachtsam ausgewählten Kirchensonaten eine Gattung, die heute so gut wie vergessen ist. Der Einsatz der Musiker hat sich gelohnt. Den Interpreten und dem Programmgestalter kann man nur gratulieren.
(Oö. Nachrichten, November 1999)

Gustostückerl mit Witz! Das Piccolo Concerto-Wien, bestehend aus Oboe, zwei Violen und Violone, zeigt eine Vorliebe für Werke der Frühklassik und Klassik, besonders jener aus Wien, und verzeichnet bereits namhafte Erfolge. Das sind Ergebnisse der engagierten, inspirierten und subtil differenzierenden Spielweise, die nie auf das musikantische Element vergisst.
(Oö. Nachrichten, 21.10.1999)

...Und die Musik war ein Genuss - im hervorragenden Zusammenspiel der exzellenten Einzelmusiker wurden die Kompositionen von Haydn und Mozart zum Leben erweckt, glitten die Bögen im Largo oder tanzten sie im Allegro über die Saiten, klangen die Hörner nach heiserem Blech oder tönten sie im sauberen Signal. Einfühlsam vermittelten die Geigen das Liedhafte in Haydns Werk, wurde Fröhlichkeit und Dramatik in der Musik Mozarts ausgearbeitet, verlieh Veronica Kröner an der ersten Geige der Melodie Flügel, die sie davontrugen. Die Zuhörer waren begeistert und bedankten sich mit großem Applaus und stehenden Ovationen.
(Christa Lehr; Rhein-Zeitung 26.6.2002)

..."Piccolo Concerto" spielte Haydn in seiner schönsten Form. Ein rundherum gelungenes Konzert...

...Konzert der Extraklasse! Ein musikalisches Ereignis erster Klasse ist das Ensemble Piccolo Concerto-Wien mit Roberto Sensi...
(NÖN, 24.7.2005)

...Ein perfektes Konzert gab die Formation Piccolo Concerto-Wien unter Roberto Sensi. Das Ensemble spielte selten gespielte Kammermusik von Joseph Haydn, Luigi Boccherini und Francesco Zappa. Das Ensemble spielte auf Originalinstrumenten, die ausdrucksstark und in Phrasierung und Dynamik professionell und werkgetreu eingesetzt wurden. Johanna Gamerith brillierte auf Geige und Viola. Es war ein herrlicher Abend der Superlative und er hielt wirklich, was die Ankündigung versprach. Das Publikum war begeistert und erzwang eine Zugabe bei den ansonsten damit sparsamst umgehenden Musikern.
(NÖN, 26.7.2005)

...Das Piccolo Concerto-Wien unter der Leitung von Roberto Sensi, die Sängerinnen Emanuela Galli (Sopran), Britta Schwarz (Alt) und Peter Waldner an der Orgel zeigten höchstes Einfühlungsvermögen. Bewegende polyphone Strukturen auf Basis ausdrucksstarker, eng an der Textaussage orientierter Motive verlangten vokal wie instrumental alle Konzentration und intensive Auseinandersetzung. Beides war den Akteuren anzumerken. Inspiriert hingebungsvoll und mit fein geschärftem Klangbewusstsein ging man ans Werk. Dem dicht verwobenen Stimmengeflecht von Vokal- und Instrumentallinien rang man faszinierende Ausdrucksmomente ab. Die ungemein klangfarbliche Nähe der beiden Stimmen verdeutlichte, wie tief sie, wie auch die Instrumentalisten, in das Werk hineingehorcht hatten.
(Tiroler Tageszeitung, 11.3.2005)

...Musikalischer Höhenflug mit Originalinstrumenten. Joseph Haydns Divertimento wurde im ersten Teil ungemein stimmungsvoll vor allem von der ersten Geige gestaltet. Beherzt und voller differenzierte Abwechslung. Das Ensemble lies diesen Teil dann mit einem liebenswürdigen Menuett ausklingen. Höhepunkt des Programms war die Wiedergabe des "Stabat Mater" von Luigi Boccherini. Boccherini überlässt in seiner Version den Text der Sopranstimme. Diese übernahm Emanuela Galli, eine junge Sängerin mit einer klaren, ausdrucksstarken und facettenreichen Stimme. Was diese Sängerin aus dem Part machte, war höchste und edelste Gesangskunst. Sie modellierte die Töne, gab ihnen durch Betonung und entwickelte Lautstärke und klarste Intonation inneres Leben und damit der ganzen Musik Innigkeit und Glanz. Das war eine ganz große Leistung, die die Musik zu Herzen gehen ließ. Mit dieser Art zu singen, stand sie ganz im Einklang mit der Musizierart der Instrumente, die genau diese ausdruckstarke Art und Weise in die Musik tragen. Neben stimmungsvollen Abschnitten, in denen mit "Dämpfern" zart und dezent gespielt wurde, gibt es in diesem "Stabat Mater" auch schnelle, ja aggressive Stellen. Alles lebte und schwang aus in geradezu unglaublicher Spannung und Innigkeit....
(Bote von der Ybbs 12.10.2001)

...Jetzt war es Albin Paulus, der dem sperrigen Borduninstrument bis hin zu Kuckucksrufen entzückende Töne entlockte. Und noch eine zweite ehedem in Melk beliebte Seltenheit gab es zu bewundern: die Mandora, eine achtchörige Sonderform der Laute böhmischen Ursprungs hier von Pietro Prosser bravourös ins Spiel gebracht. Auch mit weiteren Werken Mannheimer Stils, beispielsweise einem Orgelkonzert von Wagenseil, entführte Roberto Sensis Piccolo Concerto-Wien mit blitzsauberem Spiel in die Stimmung damaliger Musikpflege.
(Bernhard Drobig, Concerto, August 2003)

...Das Ensemble Piccolo Concerto begeisterte die Zuhörer in Eichgraben. Werke weniger bekannter Meister (Michael Haydn, Florian Leopold Gassmann und Francesco Zappa) waren zu hören.
(NÖN, Juli 2003)

...Neben dem virtuosen "Maultrommler" Albin Paulus, er ließ seine Instrumente in den reizvollsten Tonschwebungen brillieren, imponierte Pietro Prosser mit solistischen Einlagen der Mandora und Elena Bianchi mit samtenem Fagottklang im stimmungsvollen Trio von Zink. Enrico Baiano - aus dem vorigen Jahr mit einem brillanten Cembaloabend in Erinnerung - bewies diesmal bei dem Konzert von Wagenseil seine außergewöhnliche Musikalität an der Orgel, als er mit den Vogelstimmen im graugrünen nachgewittrigen Abendlicht um die Wette eiferte. Noch stimmungsvoller geriet nach der Pause das zentrale Andante aus Haydns Divertimento in C als der filigrane Barockpavillon im gedämpften Licht der Notenpultlampen versank. Ein kaiserlicher musikalischer Genuss, wie ihn schon Maria Theresias Gemahl Franz Stephan von Lothringen hoch schätzte.
(Internet, Franz Szabo, Juni 2003)

...Rossini á la carte - Musikalischer Leckerbissen mit Piccolo Concerto. Der Geschmack der Konzertbesucher tendierte eher zu den raffiniert-frischen, deftig-würzigen und stürmisch-feurigen Programmpunkten, wobei das Piccolo Concerto-Wien meisterlich "aufkochte". ...Die hervorragenden Streicher, die ein Faible für historische Instrumente haben, brachten dem begeisterten Publikum Rossini auf eindrucksvolle Weise näher.
(Murtaler Zeitung, 20.10.2001)

...Rossini liebte musikalische und kulinarische Spezialitäten. Das fantasievolle Kammermusikensemble Piccolo Concerto-Wien verbindet diese zwei Formen des sinnlichen Genusses auf wunderbare Weise: Das Publikum konnte aus sechs Rossini Sonaten und zwei Walzersammlungen von Diabelli/Rossini wählen.
(Kleine Zeitung Graz, 14.10.2001)

...Das fantasievolle und leidenschaftliche Kammermusikensemble Piccolo Concerto-Wien und Patron/Haubenkoch Gerhard Gugg verbanden an diesem Abend beide Formen des Genusses auf wunderbare Weise.
(Murtaler Zeitung, 13.10.2001)

...Dass es auch ohne Gaumenfreuden ein Genuss ist, Rossinis Spuren zu folgen, zeigte das Gastspiel des Piccolo Concerto-Wien in Judenburg...
(Kleine Zeitung Murtal, 18.10.2001)

...Das hervorragende, spritzige Kammermusikensemble Piccolo Concerto-Wien und Haubenkoch Gerhard Gugg planten das Programm auf Basis eines alten Kochbuches mit Originalrezepten von Gioachino Rossini...
(Murtaler Zeitung, 27.10.2001)

... Ungewohntes virtuos gebracht. Wie ein Heer zirpender Grillen ging der gezupfte Klang der drei Cembali im prachtvollen Barocksaal auf. Zart verschmolzen die Linien und wurden immer wieder vom "artfremden" Streicherklang feinfühlig kontrapunktiert. Piccolo Concerto gelang als "Streichersoloeinlage" eine packende c-Moll-Fuge KV 546. Viel Applaus für ein doch nicht alltägliches Konzert.
(Michael Wruss, Oö. Nachrichten, 19.6.2006)

Die Montag-Abendmusik in der Linzer Ursulinenkirche entführte mit selten gespielten Baryton-Trios von Joseph Haydn zum Fürsten Nikolaus Esterhazy, dem Dienstherren des Komponisten.
... Diese klangschönen, subtilen Sätze gleichen Miniaturen und erlebten eine feinfühlige und lebendige Gestaltung.
... Viola und Violone gesellten sich zum Baryton mit viel Anpassungsfähigkeit. Das kleine Ensemble lieferte damit einen genussvollen Vorgeschmack auf das Haydn-Jahr.
(fz, Oö. Nachrichten, 27.8.2008)